ChatGPT Ads
ChatGPT Ads: Der grosse Vergleich mit Google Ads für Schweizer Unternehmen
Wie sich Suchmaschinenmarketing 2026 verändert – und was Unternehmen jetzt wissen müssen
Die Suche nach Produkten, Dienstleistungen und Informationen findet heute nicht mehr nur über klassische Suchmaschinen statt, sondern zunehmend auch über KI-basierte Suchsysteme und digitale Plattformen. Immer häufiger stellen Nutzerinnen und Nutzer komplexe Fragen an KI-Systeme, lassen sich Möglichkeiten erklären, vergleichen Anbieter und nutzen künstliche Intelligenz als digitalen Sparringspartner.
Für Unternehmen entsteht damit eine neue Frage: Soll das Marketingbudget weiterhin hauptsächlich in Google Ads fliessen – oder wird Werbung in ChatGPT und anderen KI-Systemen künftig genauso wichtig?
Die Antwort lautet: weder noch. Google Ads und ChatGPT Ads erfüllen unterschiedliche Funktionen innerhalb der Customer Journey. Google ist besonders stark, wenn bereits eine konkrete Such- und Kaufabsicht vorhanden ist. ChatGPT kann dagegen bereits während der Recherche, Evaluation und Entscheidungsfindung relevant werden. Für Schweizer Unternehmen eröffnet sich damit ein neues Spielfeld.
Als Schweizer Online-Marketing-Agentur beschäftigt sich SEMBOX intensiv mit dieser Entwicklung. Neben klassischen Disziplinen wie SEO und SEA gewinnen dabei insbesondere Generative Engine Optimization (GEO) und KI-Suchmarketing an Bedeutung.
In diesem Beitrag vergleichen wir Google Ads und ChatGPT Ads und zeigen Schritt für Schritt, wie sich die beiden Plattformen unterscheiden, wie eine Kampagne jeweils aufgebaut wird und welche Strategie sich für Unternehmen 2026 anbietet.
Google Ads und ChatGPT Ads: Zwei unterschiedliche Suchmomente
Um die Unterschiede zwischen den Plattformen zu verstehen, muss man zunächst die Nutzerintention betrachten.
Wer bei Google nach „SEO Agentur Zürich“ sucht, hat bereits einen relativ konkreten Bedarf. Der Nutzer kennt sein Problem und sucht nach einem passenden Anbieter. Bei ChatGPT könnte dieselbe Person dagegen fragen: „Wie kann ich die Sichtbarkeit meines Unternehmens bei Google verbessern, wenn meine organischen Rankings zurückgehen?“ Die Person befindet sich noch in der Recherche.
Vielleicht folgen danach weitere Fragen:
- Welche SEO-Massnahmen sind sinnvoll?
- Wie lange dauert SEO?
- Lohnt sich eine Agentur?
- Was kostet professionelle Suchmaschinenoptimierung?
- Welche Rolle spielt KI bei Google?
- Wie kann meine Website in ChatGPT genannt werden?
Der Unterschied ist entscheidend. Google Ads adressiert häufig eine bereits vorhandene Nachfrage. ChatGPT Ads können Nutzer bereits während der Entstehung und Bewertung einer Kaufentscheidung erreichen.
OpenAI beschreibt ChatGPT Ads entsprechend als Möglichkeit, Menschen zu erreichen, während sie Optionen erkunden, vergleichen und Entscheidungen treffen. Das System berücksichtigt dabei unter anderem den Kontext und die Intention der aktuellen Konversation, die Landingpage, den Anzeigentext und vom Werbetreibenden definierte Context Hints. Weitere Informationen dazu stellt OpenAI in seinem Help Center bereit.
Damit verändert sich die Rolle der Werbung. Bei Google lautet die Logik häufig: „Du suchst danach – hier ist ein Angebot.“ Bei ChatGPT lautet sie eher: „Du beschäftigst dich mit diesem Thema – hier könnte dieses Angebot für deinen nächsten Schritt relevant sein.“
Google Ads: Der etablierte Motor für konkrete Nachfrage
Google Ads ist seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil des Performance Marketings. Das Grundprinzip ist einfach: Ein Nutzer sucht – ein Unternehmen bietet eine passende Lösung an. Eine Suchanfrage wie „Steuerberater Zürich KMU“ signalisiert eine deutlich höhere kommerzielle Absicht als eine allgemeine Frage wie: „Welche Rechtsform ist für ein Schweizer Unternehmen sinnvoll?“
Genau diese explizite Nachfrage ist die grosse Stärke von Google Ads. Bei Search-Kampagnen können Unternehmen unterschiedliche Keyword-Match-Optionen verwenden. Broad Match, Phrase Match und Exact Match bestimmen, wie eng ein hinterlegtes Keyword mit den tatsächlichen Suchanfragen zusammenhängt.
Auch ausschliessende Keywords spielen weiterhin eine wichtige Rolle, um irrelevante Suchanfragen auszuschliessen.
Google bietet darüber hinaus responsive Suchanzeigen, bei denen mehrere Überschriften und Beschreibungen hinterlegt und vom System zu unterschiedlichen Anzeigenkombinationen zusammengestellt werden. Eine responsive Suchanzeige kann aktuell bis zu 15 Headlines und 4 Beschreibungen enthalten.
Die wichtigsten Vorteile von Google Ads:
- sehr hohe Reichweite
- ausgereiftes Conversion-Tracking
- umfangreiche Targeting-Möglichkeiten
- detaillierte Suchbegriffsdaten
- flexible Gebotsstrategien
- zahlreiche Kampagnentypen
- sehr gute Integration in das Google-Ökosystem
- besonders geeignet für konkrete transaktionale Suchanfragen
Google Ads ist deshalb besonders interessant für Unternehmen, deren Kunden bereits aktiv nach ihren Produkten oder Dienstleistungen suchen.
ChatGPT Ads: Werbung im Zeitalter der konversationellen Suche
ChatGPT Ads funktionieren nach einer anderen Logik. Anstatt nur auf ein einzelnes Keyword zu reagieren, berücksichtigt das System den Kontext einer Unterhaltung.
OpenAI bezeichnet die von Werbetreibenden hinterlegten Context Hints ausdrücklich nicht als klassische Exact-Match-Keywords. Sie beschreiben vielmehr Gespräche, Themen oder Situationen, in denen ein Produkt oder eine Dienstleistung relevant sein könnte. Die Hints helfen bei der Zuordnung, garantieren aber nicht, dass eine Anzeige in einer bestimmten Konversation erscheint.
Das verändert die Denkweise des Marketers. Bei Google lautet die Frage: „Bei welchen Suchanfragen möchte ich erscheinen?“ Bei ChatGPT lautet sie eher: „In welchen Situationen könnte mein Unternehmen für den Nutzer relevant sein?“
Ein Schweizer Versicherungsunternehmen könnte beispielsweise nicht nur auf einen Begriff wie „Unternehmensversicherung Schweiz“ ausgerichtet sein. Interessanter wäre ein Kontext wie: „Unternehmer gründet eine neue Firma und möchte wissen, welche Versicherungen notwendig sind.“ Oder: „KMU sucht nach Möglichkeiten, seine Mitarbeitenden besser abzusichern“. Der Fokus verschiebt sich vom Keyword zum Problem und Entscheidungsmoment.
ChatGPT Ads 2026: Vom Pilotprojekt zum neuen Werbekanal
ChatGPT Ads sind noch jung – aber die Entwicklung ist schnell. OpenAI begann Anfang 2026 mit Tests in den USA. Im August wurde ChatGPT Ads auf 31 europäische Märkte ausgeweitet. Seit dem 31. August 2026 steht der Self-Service-Zugang über den Ads Manager in diesen europäischen Märkten zur Verfügung.
Für Schweizer Unternehmen ist diese Entwicklung besonders relevant: Die Plattform ist damit nicht mehr nur ein US-amerikanisches Experiment, sondern Teil einer zunehmend internationalen Werbeinfrastruktur.
Auch wirtschaftlich entwickelt sich das Geschäft schnell. OpenAI gab Ende August 2026 bekannt, dass ChatGPT Ads eine annualisierte Umsatzrate von 1 Milliarde US-Dollar erreicht habe. Gleichzeitig werben laut OpenAI bereits Zehntausende Unternehmen auf der Plattform.
Trotzdem ist Vorsicht angebracht. Der Ads Manager befindet sich weiterhin in der Beta-Phase. Funktionen, Targeting-Möglichkeiten, Optimierungsoptionen und Reporting werden laufend weiterentwickelt.
Für Unternehmen bedeutet das: ChatGPT Ads sind interessant genug für Tests – aber noch nicht der Zeitpunkt, um bewährte Google-Kampagnen einfach abzuschalten.
Google Ads vs. ChatGPT Ads im direkten Vergleich
| Kriterium | Google Ads | ChatGPT Ads |
|---|---|---|
| Suchlogik | Keywords und Suchintention | Gesprächskontext und Nutzerintention |
| Nutzerphase | Häufig konkrete Nachfrage | Häufig Recherche und Evaluation |
| Targeting | Sehr granular | Kontext + weitere Targeting-Signale |
| Keywords | Zentral | Context Hints statt klassischer Keyword-Logik |
| Conversion-Tracking | Sehr ausgereift | Im Ausbau |
| Werbeumfeld | Suchergebnisse | Innerhalb des ChatGPT-Erlebnisses |
| Creative | Responsive Search Ads + Assets | Titel, Copy, Bild, Landingpage |
| Gebote | Umfangreiche Strategien | CPC, CPM und Conversion-Optimierung |
| Reichweite | Sehr hoch | Noch kleiner, aber stark wachsend |
| Wettbewerb | In vielen Branchen hoch | Noch junger Markt |
| Besonders interessant | E-Commerce, lokale Services, transaktionale Angebote | B2B, SaaS, Beratung, komplexe Dienstleistungen |
| Customer Journey | Häufig Bottom-of-Funnel | Häufig Research bis Consideration |
| Kontrollniveau | Hoch | Stärker automatisiert |
Der entscheidende Unterschied lautet: Google Ads verlangt eine präzise Definition von Suchintentionen. ChatGPT Ads verlangen eine präzise Definition von relevanten Entscheidungssituationen.
Welche Performance-Zahlen sind realistisch?
Bei diesem Thema ist Vorsicht angebracht. Für Google Ads existieren aufgrund der langen Marktgeschichte zahlreiche Benchmarks. CTR und Conversion-Raten unterscheiden sich allerdings erheblich nach Branche, Suchintention, Wettbewerb, Angebot, Gerät und Landingpage.
Deshalb wäre es unseriös, für jedes Unternehmen eine allgemeingültige CTR von beispielsweise 5 % oder eine Conversion-Rate von 4 % zu versprechen.
Bei ChatGPT Ads ist die Situation noch deutlicher. Die Plattform ist jung, die Kampagnenstrukturen entwickeln sich weiter und es gibt noch keine jahrzehntelang etablierten Branchenbenchmarks. Stattdessen sollte ein Unternehmen eigene Testwerte ermitteln.
Wir empfehlen, mindestens folgende Kennzahlen zu beobachten:
- Impressionen
- CTR
- CPC
- Kosten
- Conversions
- Cost per Lead
- Lead-Qualität
- Customer Acquisition Cost
- Umsatz
- ROAS
OpenAI stellt im aktuellen Ads Manager unter anderem Impressionen, Klicks, Ausgaben, CTR, durchschnittlichen CPC, durchschnittlichen CPM und Conversions als Reporting-Kennzahlen bereit. Zusätzlich können UTM-Parameter für die eigene Analytics-Infrastruktur verwendet werden.
Bei einem bestehenden SEA-Budget von CHF 4’000 pro Monat könnten beispielsweise CHF 400 bis CHF 800 für einen kontrollierten ChatGPT-Test reserviert werden. Entscheidend ist nicht die Prozentzahl selbst, sondern die Logik: Nicht das bestehende Geschäft gefährden – aber früh genug Erfahrungen sammeln.
Google Ads aufsetzen: Schritt für Schritt
Wie sieht das in der Praxis aus? Nehmen wir eine Schweizer Online-Marketing-Agentur als Beispiel.
- Kampagnenziel definieren
Zunächst wird festgelegt, welches Geschäftsergebnis erreicht werden soll:
- Leads
- Verkäufe
- Anrufe
- Termine
- Website-Aktionen
Das Ziel sollte nicht einfach „möglichst viele Klicks“ lauten. Entscheidend ist die wirtschaftlich relevante Conversion.
- Conversion-Tracking einrichten
Bevor Budget investiert wird, sollte definiert sein, was als Conversion zählt. Beispielsweise:
- Kontaktformular abgeschickt
- Beratungstermin gebucht
- Telefonanruf ausgelöst
- Kauf abgeschlossen
- Angebot angefordert
Google stellt hierfür eigene Conversion-Tracking-Funktionen bereit.
- Kampagnentyp auswählen
Für konkrete Suchanfragen eignet sich häufig eine Search-Kampagne. Alternativ können je nach Geschäftsmodell auch Performance-Max-Kampagnen eingesetzt werden. Performance Max kann Google zufolge verschiedene Google-Werbeflächen wie Search, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps innerhalb einer Kampagne erreichen.
- Standort und Sprache definieren
Für ein Schweizer Unternehmen können beispielsweise folgende Einstellungen relevant sein:
- Schweiz
- Deutsch
- Französisch
- Italienisch
- bestimmte Kantone oder Regionen
Gerade für lokale Dienstleistungen sollte das geografische Targeting sorgfältig aufgebaut werden.
- Anzeigengruppen strukturieren
Beispiel:
Kampagne: SEO Schweiz
Anzeigengruppe 1 – SEO Agentur
- SEO Agentur
- SEO Agentur Schweiz
- SEO Beratung
Anzeigengruppe 2 – Suchmaschinenoptimierung
- Suchmaschinenoptimierung
- SEO Optimierung
- SEO Beratung Schweiz
Die Struktur sollte thematisch sinnvoll bleiben.
- Keywords definieren
Google bietet mehrere Match Types. Beispielsweise:
- Broad Match
- „Phrase Match“
- [Exact Match]
Die unterschiedlichen Match Types beeinflussen, wie eng Keywords mit tatsächlichen Suchanfragen zusammenhängen.
- Negative Keywords definieren
Ein Beispiel: Eine SEO-Agentur möchte für „SEO Agentur Schweiz“ werben.
Nicht unbedingt relevant sind beispielsweise Suchanfragen wie:
- SEO Ausbildung
- SEO Kurs
- SEO gratis
- SEO Jobs
Solche Begriffe können – je nach Kampagnenstrategie – ausgeschlossen werden.
- Anzeigen erstellen
Google verwendet responsive Suchanzeigen. Dabei werden mehrere Headlines und Beschreibungen hinterlegt, aus denen Google unterschiedliche Kombinationen erzeugt. Aktuell können bis zu 15 Headlines und 4 Beschreibungen hinterlegt werden.
- Gebotsstrategie auswählen
Je nach Kampagnenziel können beispielsweise Strategien für Klicks, Conversions oder Conversion-Wert eingesetzt werden. Bei ausreichend vorhandenen Conversion-Daten kann automatisiertes Bidding besonders interessant sein.
- Kampagne starten und optimieren
Nach dem Start beginnt die eigentliche Arbeit:
- Suchbegriffe analysieren
- Ausschlüsse ergänzen
- Anzeigen testen
- Landingpages optimieren
- Conversion-Daten prüfen
- Budget verschieben
- Gebotsstrategien anpassen
Google Ads ist deshalb kein „Einrichten und Vergessen“-Kanal.
ChatGPT Ads aufsetzen: Schritt für Schritt
Jetzt zum neuen Kanal. Der aktuelle OpenAI Ads Manager folgt einer dreistufigen Struktur:
Campaign → Ad Group → Ad
OpenAI beschreibt diese drei Ebenen als Grundlage für den Aufbau einer Kampagne.
- Ads-Manager-Konto einrichten
Zunächst wird ein Ads-Manager-Konto eingerichtet. Dazu gehören unter anderem die Unternehmens- und Kontoinformationen sowie die erforderlichen Einstellungen für das Werbekonto.
- Campaign erstellen
Auf Kampagnenebene werden die grundlegenden Kampagneneinstellungen festgelegt. Dazu gehören unter anderem das Kampagnenziel, Budget, Laufzeit und geografische Ausrichtung.
Für ChatGPT Ads stehen unterschiedliche Kampagnenziele und Abrechnungsmodelle zur Verfügung. OpenAI nennt unter anderem CPM, CPC und oCPC, wobei oCPC für eine conversion-optimierte Ausrichtung steht.
- Ad Group erstellen
Eine Ad Group bündelt ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Nutzerintention.
Ad Group: Unternehmen sucht SEO-Unterstützung
Hier werden unter anderem Context Hints hinterlegt. Beispiele:
- „Unternehmen möchte seine Google-Rankings verbessern.“
- „Marketingverantwortlicher sucht nach einer professionellen SEO-Agentur.“
- „Unternehmen stellt fest, dass seine organische Sichtbarkeit zurückgeht.“
- „Unternehmen möchte mehr qualifizierten Traffic über Google gewinnen.“
- Geografisches Targeting festlegen
Für ein Schweizer Unternehmen kann die Kampagne geografisch ausgerichtet werden. OpenAI unterstützt geografisches Targeting und hat die Targeting-Möglichkeiten des Ads Managers weiter ausgebaut. Dazu gehören unter anderem auch Custom Audiences. Damit können beispielsweise Kampagnen auf bestimmte Märkte oder Zielgruppen ausgerichtet werden.
- Anzeige erstellen
Auf Anzeigenebene wird das eigentliche Creative erstellt. Dazu gehören unter anderem:
- Titel
- Copy bzw. Anzeigentext
- Bild
- Landingpage
OpenAI beschreibt diese Elemente als Bestandteile des Ad-Creatives. Beispiel:
- Titel: SEO für Schweizer Unternehmen
- Copy: Mehr Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchsystemen. Jetzt kostenlosen SEO-Check anfordern.
- Landingpage: Eine speziell für Schweizer Unternehmen entwickelte SEO-Landingpage.
- Landingpage auswählen
Die Landingpage sollte möglichst genau zur Anzeige und zur angesprochenen Nutzerintention passen. Eine ChatGPT-Anzeige muss deshalb nicht automatisch auf die Startseite führen. Bei einer Kampagne für einen SEO-Check kann beispielsweise eine speziell auf dieses Angebot ausgerichtete Landingpage sinnvoller sein. Beispiel:
- Context Hint: „Unternehmen möchte wissen, warum seine Google-Rankings zurückgehen.“
- Anzeige: „SEO-Potenzial für Ihr Unternehmen erkennen“
- Landingpage: „Kostenloser SEO-Check für Schweizer Unternehmen“
Damit entsteht eine logische Kette: Kontext → Anzeige → Landingpage → Conversion
- Tracking einrichten
Für die Erfolgsmessung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:
- UTM-Parameter
- OpenAI Pixel
- Conversions API
- Integrationen mit Drittanbieter-Messlösungen
OpenAI stellt im Ads Manager zudem verschiedene Reporting-Kennzahlen bereit, darunter Impressionen, Klicks, Ausgaben, CTR, durchschnittlichen CPC, durchschnittlichen CPM und Conversions. OpenAI: Ergebnisse messen. UTM-Parameter können zusätzlich genutzt werden, um den Traffic in der eigenen Analytics-Infrastruktur weiter auszuwerten.
- Gebot festlegen
Je nach Kampagnenziel stehen unterschiedliche Kauf- und Optimierungsmodelle zur Verfügung. OpenAI nennt aktuell unter anderem CPC, CPM und oCPC. Bei CPC-Kampagnen wird ein maximales CPC-Gebot festgelegt. Die tatsächlichen Kosten können abhängig von Kampagnenziel, Wettbewerb, Relevanz und weiteren Einstellungen variieren. Eine pauschale Aussage über einen bestimmten CPC sollte dagegen vermieden werden, da die tatsächlichen Kosten von der jeweiligen Kampagne und dem Markt abhängen.
- Kampagne zur Prüfung einreichen
Nach dem vollständigen Setup wird die Kampagne zur Prüfung eingereicht. Nach der Freigabe kann die Kampagne gestartet und anhand der verfügbaren Reporting-Daten überwacht werden. Anschliessend können unter anderem Impressionen, Klicks, CTR, CPC, CPM, Ausgaben und Conversions ausgewertet werden.
Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der Klicks. Für Unternehmen sollte vielmehr die gesamte Entwicklung betrachtet werden:
Klick → Lead → qualifizierter Lead → Kunde → Umsatz
Google Ads vs. ChatGPT Ads: Das Setup im direkten Vergleich
| Setup | Google Ads | ChatGPT Ads |
|---|---|---|
| 1. Konto | Google Ads | OpenAI Ads Manager |
| 2. Ziel | Leads, Sales etc. | Kampagnenziel definieren |
| 3. Tracking | Google Tag / Analytics etc. | Pixel / Conversions API / UTM |
| 4. Kampagne | Search, PMax etc. | Campaign |
| 5. Struktur | Ad Groups | Ad Groups |
| 6. Targeting | Keywords + Zielgruppen | Context + Targeting |
| 7. Suchlogik | Match Types | Context Hints |
| 8. Anzeigen | Responsive Search Ads | Titel, Text, Bild |
| 9. Gebote | verschiedene automatisierte Strategien | CPC / CPM / Conversion-Optimierung |
| 10. Optimierung | Suchbegriffe, Assets, Gebote | Kontext, Creatives, Zielgruppen, Gebote |
Welche Plattform eignet sich für welches Unternehmen?
Nicht jedes Unternehmen sollte sofort dasselbe Budget in beide Kanäle investieren.
Google Ads ist besonders interessant für:
- E-Commerce
- lokale Dienstleistungen
- Handwerksbetriebe
- Notfalldienstleistungen
- Versicherungen
- Immobilien
- Produkte mit klarer Kaufintention
- Unternehmen mit hohem Suchvolumen
- Dienstleistungen mit konkreten Suchanfragen
Wenn jemand konkret nach einem Produkt oder Anbieter sucht, ist Google häufig der naheliegendere Kanal.
ChatGPT Ads sind besonders interessant für:
- B2B-Unternehmen
- SaaS-Anbieter
- Beratungsunternehmen
- Agenturen
- komplexe Dienstleistungen
- erklärungsbedürftige Produkte
- Unternehmen mit längeren Sales Cycles
- hochwertige Dienstleistungen
Hier kann die Entscheidung stärker von Recherche und Beratung geprägt sein.
Die richtige Budgetstrategie für 2026
Wir würden Unternehmen nicht empfehlen, das gesamte Google-Ads-Budget plötzlich zugunsten von ChatGPT Ads umzuschichten. Dafür ist Google zu etabliert – und ChatGPT Ads befinden sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Eine mögliche Strategie lautet: 80 – 90 Prozent des bestehenden Paid-Search-Budgets auf bewährte Kampagnen konzentrieren und 10 – 20 Prozent für kontrollierte Tests mit neuen KI-Werbekanälen reservieren. Diese Verteilung ist kein offizieller Branchenstandard. Sie ist ein praktischer Testansatz.
Das Ziel sollte dabei nicht sein, sofort einen höheren ROAS als Google zu erzielen. Das Ziel des ersten Tests lautet: Daten sammeln.
- Welche Context Hints funktionieren?
- Welche Zielgruppen reagieren?
- Welche Anzeigen werden geklickt?
- Welche Leads entstehen?
- Und vor allem:
- Sind diese Leads wirtschaftlich interessant?
Die 7 wichtigsten Regeln für erfolgreiche ChatGPT Ads
- Nicht in Keywords denken
Der grösste Fehler wäre, Google Ads einfach zu kopieren. ChatGPT Ads funktionieren stärker über Kontext.
- Buyer Moments definieren
Fragen Sie: Wann erkennt ein potenzieller Kunde, dass er unser Angebot benötigt? Genau diese Situationen gehören in die Context Hints.
- Anzeigen sachlich formulieren
Eine KI-Umgebung verlangt nicht automatisch nach klassischer Werbesprache. Statt: „Wir sind die beste SEO-Agentur der Schweiz!“ kann eine konkrete Botschaft sinnvoller sein: „SEO-Analyse für Schweizer Unternehmen – konkrete Potenziale und Empfehlungen.“
- Landingpage anpassen
Die Anzeige sollte möglichst exakt zur Nutzerintention passen. Je weniger Bruch zwischen Konversation, Anzeige und Landingpage besteht, desto besser.
- Tracking von Anfang an einrichten
Ohne saubere Daten lässt sich kein neuer Werbekanal seriös bewerten.
- Nicht nur CTR messen
Eine hohe Klickrate ist nicht automatisch ein Erfolg. Entscheidend ist:
Klick → Lead → qualifizierter Lead → Kunde → Umsatz
- Genügend Varianten testen
Testen Sie unterschiedliche:
- Context Hints
- Anzeigen
- Bilder
- Angebote
- Landingpages
- Zielgruppen
So entsteht mit der Zeit ein eigenes Datenmodell.
GEO: Die dritte Säule neben Google und ChatGPT Ads
Paid Advertising ist allerdings nur eine Seite der Entwicklung. Denn was passiert mit Nutzern, die keine Werbung sehen? Oder mit Nutzern, deren Tarif keine Werbung ausspielt?
OpenAI erklärt aktuell, dass ChatGPT Ads für Free- und Go-Nutzer verfügbar sind, während Plus, Pro und Enterprise weiterhin werbefrei bleiben. Damit wird die organische Sichtbarkeit in KI-Systemen besonders interessant.
Genau hier kommt Generative Engine Optimization – GEO ins Spiel. Das Ziel ist nicht mehr nur: „Wie ranken wir bei Google auf Position 1?“ Sondern zunehmend: „Wird unsere Marke von KI-Systemen als relevante Quelle erkannt, verstanden und genannt?“
Für Unternehmen entsteht damit eine neue Kombination: SEO + SEA + GEO + KI Ads
Diese Disziplinen sollten langfristig nicht isoliert betrachtet werden.
Was bedeutet das für Schweizer Unternehmen?
Der Schweizer Markt ist für diese Entwicklung besonders interessant. Viele Branchen verfügen über hohe Customer Values und gleichzeitig einen starken Wettbewerb in der klassischen Suchmaschinenwerbung.
Dazu gehören beispielsweise:
- Finanzdienstleistungen
- Versicherungen
- Immobilien
- B2B
- Beratung
- IT
- Software
- Weiterbildung
- professionelle Dienstleistungen
Gerade bei komplexen Angeboten kann die Möglichkeit interessant sein, Nutzer bereits während der Recherche zu erreichen. Gleichzeitig sollte nicht jeder neue Kanal automatisch als profitabel betrachtet werden.
Die richtige Strategie lautet: Testen. Messen. Lernen. Optimieren. Skalieren.
Google Ads bleibt wichtig – aber die Suche wird grösser
Die Frage „Google Ads oder ChatGPT Ads?“ greift eigentlich zu kurz. Die bessere Frage lautet: Welche Rolle übernimmt welcher Kanal innerhalb der Customer Journey?
Google Ads bleibt der starke Kanal für bestehende Nachfrage. Wenn ein Nutzer weiss, was er sucht, kann Google ihn sehr gezielt mit einem passenden Angebot verbinden. ChatGPT Ads adressieren dagegen einen anderen Moment. Der Nutzer recherchiert, stellt Fragen, vergleicht Möglichkeiten und versucht, eine Entscheidung zu treffen. Genau hier entsteht eine neue Werbefläche.
Die Suchwelt verändert sich – und damit auch die Anforderungen an digitales Marketing. SEMBOX GmbH unterstützt Schweizer Unternehmen dabei, ihre Sichtbarkeit über die verschiedenen Suchkanäle hinweg strategisch aufzubauen. Dabei verbinden wir SEO, Google Ads, GEO und KI-Suchmarketing zu einer ganzheitlichen Strategie.
Unser Ziel ist nicht, jedem Unternehmen den neuesten Kanal zu verkaufen. Entscheidend ist vielmehr, herauszufinden, wo sich die Zielgruppe tatsächlich bewegt, welche Suchintention vorliegt und welcher Kanal wirtschaftlich den grössten Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten kann. Google Ads kann bestehende Nachfrage abholen. ChatGPT Ads können neue Entscheidungsmomente erschliessen.
SEO und GEO können langfristige organische Sichtbarkeit schaffen.
Die Gewinner der nächsten Generation des Suchmaschinenmarketings werden deshalb nicht diejenigen sein, die nur auf eine Plattform setzen – sondern diejenigen, die verstehen, wie die verschiedenen Suchwelten zusammenspielen.


Comments are closed.